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By Mario Vargas Llosa

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Unbegreifliche Realität

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Hatte er etwas gesagt oder getan, was ihn beleidigt hatte? Um seinen Fehler wiedergutzumachen, lief Pedrito Tinoco in seine Hütte und brachte ihm ein Säckchen mit getrockneten Kartoffeln und ein paar Streifen Dörrfleisch. Er reichte sie ihm mit einer tiefen Verbeugung. « fragte ihn eines der Mädchen in Quechua. »Er wird’s vergessen haben«, sagte ein anderer, während er ihn von oben bis unten musterte. »In diese einsame Gegend kommt bestimmt nie jemand. « Er gab sich alle Mühe, kein Wort zu verlieren und vor allem zu erraten, wie er ihnen gefällig sein konnte.

Sie schossen weiter und verfolgten die Tiere, die entkommen konnten und sich durch das Punagras entfernten, in Richtung auf die Schlucht. « schimpfte er. « »Es ist ein Befehl der Führung«, sagte ein anderer, der nicht wütend war. »Das hier ist ein Krieg. « »Weine um deine Brüder, weine um die Leidenden«, riet ihm ein Mädchen, um ihn zu trösten. »Weine lieber um die Ermordeten und Gefolterten. « Er ging von einem zum anderen und versuchte immer wieder, ihnen die Hände zu küssen, flehend, auf den Knien.

Die bösen waren schlimmer. Sie schnitten dem Opfer nicht nur die Kehle durch, sondern zerteilten es wie ein Rind, einen Schafsbock oder ein Schwein und aßen es auf. Sie ließen es Tropfen für Tropfen ausbluten, sie betranken sich an seinem Blut. Die Indios glaubten diese Sachen, nicht zu fassen. Ob es stimmte, daß die Hexe Doña Adriana einen pishtaco umgebracht hatte? »Casimiro Huarcaya war ein Albino«, sagte leise der Hilfsarbeiter, der als erster gesprochen hatte. »Es könnte stimmen, was Dionisio gesagt hat.

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