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By Oliver von Schaewen

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Die Strecke war bergig und die Kondition, diesen Anstieg im Sattel zu bezwingen, hatte sie nicht. Sie überquerte eine kleine Holzbrücke, die über den Grumbach führte. Zu dieser Jahreszeit rauschte der kleine Bach wie ein Wasserfall. Durch die starken Regenfälle der letzten Wochen hatte sich viel Wasser angesammelt. Ob das vorsintflutliche Gebilde ihr Gewicht noch lange aushalten konnte? Sie erinnerte sich nicht, dass die Brücke einmal gewartet worden wäre. Die letzten Meter machten es ihr auch nicht leichter.

Zum Glück konnte sie heute selbst entscheiden, ob und wann sie dieses finstere Gewölbe betrat. Im Flur tropfte das Regenwasser vom Fahrrad und hinterließ eine hässliche, braune Pfütze. Trixi wollte die schmutzige Lache wegwischen, aber es tropfte immer wieder nach. Das Wasser hatte sich in den Schutzblechen über den Reifen gesammelt. Enttäuscht machte sie sich auf den Weg ins Badezimmer, als sie meinte ein Klopfen am Wohnzimmerfenster zu hören. Aber wie konnte jemand an ein Fenster klopfen, das sich in drei Metern Höhe befand?

Nach Feierabend sperrte sie den Salon ab und merkte erst jetzt, dass Roland Berkes an diesem Tag nicht gekommen war. Aber leider sollte ihre gute Laune ein schnelles Ende finden. Neben ihrer Haustür hing ein großer Nikolaus, eine Dekoration, wie sie sie an vielen Häusern in der Stadt gesehen hatte. Normalerweise gefiel ihr dieses weihnachtliche Beiwerk. Allerdings nicht, wenn es ohne ihre Zustimmung angebracht wurde. Es gab keinen Zweifel, wem sie das zu verdanken hatte. Es war ein schöner Nikolaus, der von einer Lichterkette angeleuchtet wurde.

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