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By Jochen Mayerl

Die Erklärung sozialen Verhaltens nimmt in den Sozialwissenschaften eine zentrale Stellung ein. Als wichtigste Erklärungsansätze gelten einerseits die Einstellungs-Verhaltens-Forschung mit der Unterscheidung eines spontanen und überlegten Informationsverarbeitungsmodus und andererseits Framing-Modelle im Kontext der modernen Rational selection Theorie.
In der Arbeit wird ein integratives Framing-Modell entwickelt und empirisch getestet, welches die theoretischen und empirischen Vorzüge von Einstellungs-Verhaltens-Modellen und der Rational selection Theorie nach Maßgabe höchst möglicher Kompatibilität vereint. Die entwickelten theoretischen Annahmen werden zudem einer survey-basierten empirisch-statistischen Überprüfung im Themenbereich des Spendenverhaltens unterzogen.

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A. Ajzen/Fishbein 1980). B. Opp 2002; Schnell et al. 2005; Stegmüller 1969a). Das Erklärungsschema vernachlässigt andere Prädiktoren neben Einstellungen, die individuelles Verhalten beeinflussen. Aus soziologischer Sicht muss vor allem kritisiert werden, dass das Konsistenz-Erklärungsschema „unsozial“ ist, da die soziale Situation mit den in ihr erlebten Erwartungen und Restriktionen etc. nicht Teil der Erklärung ist. Hinzu kommen situative Bedingungen, die mögliche einstellungskonforme Handlungen verhindern können.

Einmal mehr ist dies ein Beispiel des uneinheitlichen Begriffsverständnisses der affektiven Komponente in der Einstellungsforschung, da Fazio hier den mittlerweile überholten Affekt-Begriff verwendet, der sich primär auf die bilanzierend-bewertende Komponente anstatt auf Emotionen bezieht (vgl. 1). Daher wird auf den Begriff des Affektes bei der nachfolgenden Rekonstruktion Fazios Modell verzichtet. 48 2 Einstellungs-Verhaltens-Forschung schung. Zudem sind Einflüsse der funktionalen Einstellungsforschung, des Symbolischen Interaktionismus, des psychologischen Konstruktivismus25 und Anlehnungen an Modelle assoziativen Lernens auszumachen.

4). 1 verworfen und durch ein neues Theorem folgender Art ersetzt werden muss: Moderator-Theorem: Eine Person wird sich bei der Wahrnehmung eines Objektes entsprechend ihrer Einstellung verhalten, wenn dies durch entsprechende Moderatorbedingungen begünstigt wird. bzw. als kontinuierliche und probabilistische Moderator-Beziehung: Moderator-Theoremƍ: Eine Person wird sich bei der Wahrnehmung eines Objektes umso wahrscheinlicher entsprechend ihrer Einstellung verhalten, je stärker dies durch entsprechende Moderatorbedingungen begünstigt wird.

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