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By Matthias Becher

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Auch er kam dem Eigenbewußtsein des austrasischen Adels entgegen, indem er 633 seinen zweijährigen Sohn Sigibert III. zum (Unter-) König im östlichen Teilreich erhob. Mit Dagoberts Tod 639 begann der Abstieg der merowingischen Dynastie, weil seine meist minderjährigen oder heranwachsenden Nachfolger kaum noch Einfluß auf die Politik nehmen konnten. Statt der rois faineants, der untätigen Könige, bestimmten jetzt Adelsgruppen die Geschicke des Reiches. Ihre führenden Repräsentanten strebten nach dem Amt des Hausmeiers, das ihnen die Kontrolle über die handlungsunfähigen Könige garantierte, die gleichwohl als Legitimationsträger unverzichtbar waren.

Wie früher verlief die Frontlinie zwischen Austrasiern und Neustriern. Letztere drangen 716 unter ihrem Hausmeier Raganfred bis zur Maas und sogar bis Köln vor. Nun verließen viele Austrasier die Witwe Pippins des Mittleren und unterstellten sich dessen Sohn Karl, der seit dem 9. Jahrhundert wegen seiner kriegerischen Energie den Beinamen martellus, der Hammer, erhielt. Dieser unterwarf 717/718 die Neustrier und brachte den Merowingerkönig in seine Gewalt, der dann als Marionette seine Herrschaft legitimierte.

Wußte aber der erfolgverwöhnte König, worauf er sich einließ? Zielte seine Politik gegen alle sächsischen Völkerschaften oder nur gegen diejenigen, die sich ihm zunächst ergeben, dann aber den Krieg in sein Reich getragen hatten? Waren diese beiden Gruppen identisch, oder hatte nur ein sächsischer Teilstamm die Zerstörung der Irminsul gerächt, ohne sich dar57 um zu kümmern, daß andere Sachsen sich den Franken unterworfen hatten? Diese Fragen sind angesichts der Zersplitterung der Sachsen nur schwer zu beantworten.

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