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By Hans Leyendecker

Auf der Spur der Schwindler und Drahtzieher im Weißen Haus - Hans Leyendecker zeigt, wer warum lügt

Lügen, Verdrehungen, Manipulationen sind Bestandteil der amerikanischen Politik geworden. Mitglieder ultrarechter Zirkel, an die Schaltstellen der Macht gelangt, versuchen, ihre politischen Visionen umzusetzen.
Hans Leyendecker schildert die Methoden, deren sich die Hardliner im Weißen Haus bedienen. Er beschreibt das Wirken zentraler Hintermänner, erzählt, auf welche Weise die Globalkrieger um Wolfowitz und Rumsfeld die Mär von der Bedrohung durch den Irak erfanden, und beleuchtet die Karrieren von einem knappen Dutzend der engsten Mitarbeiter Bushs. An vielen Fallbeispielen macht Leyendecker deutlich, wie die Bush-Regierung heuchelt, täuscht und Tatsachen verfälscht - und welch verheerende Folgen dies hat: Nicht nur das amerikanische Rechtssystem bleibt auf der Strecke, sondern auch die Glaubwürdigkeit der united states. Wohin steuert die letzte Supermacht? Und welche Interessen leiten sie wirklich?

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Einige dieser Think Tanks werden im Folgenden noch häufiger vorkommen. Ihre Experten hatten es in diesem Fall vermocht, in zahlreichen Gesprächsforen und in den Medien mit scheinbar wissenschaftlichen Argumenten die Ansicht durchzusetzen, dass die Sozialhilfe kontraproduktiv war. Besonders rührig war der Autor Charles Murray, der in seinem Buch «Losing Ground» Armut als Folge individuellen Fehlverhaltens erklärte, weswegen staatliche Hilfen zu streichen seien. Murray wurde Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre von der Bradley Foundation bezahlt, einer der größten konservativen Stiftungen in den USA, die mit ihrem Geld Einfluss auf die Politik nehmen will.

Entsprechend lehnten sie den Pragmatismus der Bush-senior-Regierung ab; für den kompromissbereiten Multilateralismus von Bill Clinton und dessen Vize Al Gore hatten sie nur Verachtung übrig. Im Jahr 1996 veröffentlichten William Kristol und Robert Kagan in der Zeitschrift Foreign Affairs einen viel beachteten Aufsatz mit dem Titel: «Für eine neoreaganistische Außenpolitik». Kristol und Kagan, der ebenfalls für die Reagan-Regierung gearbeitet hatte, breiteten darin jene Kernsätze aus, die ein Jahr darauf in dem Gründungsappell des PNAC und später dann auch in der Bush-Doktrin von 2002 wieder auftauchten: Amerika müsse wieder eine Vision der Hegemonie verfolgen, wie Reagan sie angesichts der sowjetischen Bedrohung gehabt 50 habe.

Sein PNAC schien ohne großen Einfluss zu bleiben. Männer wie er leben von und für Überzeugungen. Sie hassen Kompromisse. Auf unterschiedlichen Positionen hatte er lange schon versucht, die Republikaner auf Kurs zu bringen; 1988 war er Stabschef beim Vizepräsidenten Dan Quayle geworden. In der Zentrale der Macht hatte er Anfang der 90er Jahre mit Verbitterung erleben müssen, dass Saddam Hussein davonkam, obwohl er schon geschlagen war. Der irakische Diktator blieb für ihn fortan eine ständige Provokation; sein Überleben war eine Lehre: Amerika dürfe sich nie mehr auf faule Kompromisse einlassen.

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