Download Der Fremde (German Edition) by Albert Camus PDF

By Albert Camus

It is a German translation of Albert Camus "L'étranger" (1942), which used to be translated into English as "The Stranger". As this is often the German model, it kind of feels to be top to offer you my oppinion within the books language. the following we go:

Mersault - der Icherzähler dieses Romans - beginnt seine Geschichte mit dem Tod seiner Mutter. Er muss zu ihrem Begräbnis reisen, nimmt dort aber alles mehr oder weniger teilnahmslos zur Kenntnis. Genau dieser Schlag Mensch ist nämlich Mersault, jemand der keinen Ehrgeiz hat, der sich für keinen anderen interessiert, wohl auch jemand der keinen Sinn in seinem Leben sieht. Anders als Rieux in 'Die Pest', hat Mersault aus seinem Atheismus die Lehre gezogen, dass die Gottlosigkeit einer Sinnlosigkeit gleichkommt.

Jedenfalls gerade von der Beerdigung zurückgekehrt stürzt sich Mersault in eine Beziehung, von Liebe kann da allerdings keine Rede sein. Völlig irrational erschießt Mersault in eingebildeter Notwehr danach einen Araber - er selbst ist ein Pied Noir - und dafür wird ihm der Prozess gemacht. Letztlich wird er aufgrund seiner Gottlosigkeit und seiner Lebenseinstellung zum Tode verurteilt werden und seine Lebensbeichte und -einstellung einem Priester erzählen.

Die individual Mersault ist hervorragend gezeichnet, glaubwürdig und dennoch unbegreiflich. Stilistisch hat Camus ein wirklich gutes Werk geschaffen. Sprachlich jedoch hatte ich mit dem Werk allerdings ein riesiges challenge. Der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Mitvergangenheit - teilweise sogar innerhalb desselben Satzes - macht das Lesen schwierig, ja richtiggehend unangenehm. Dies ist wohl eher dem Übersetzer als Camus anzulasten, da sich die französische Grammatik hier grundsätzlich von der deutschen unterscheidet.

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Mir war etwas schlecht, und ich wäre am liebsten gegangen. Der Lärm ging mir auf die Nerven. Aber andererseits wollte ich auf Marias Gegenwart nicht verzichten. Ich weiß nicht, wieviel Zeit noch verging. Maria erzählte von ihrer Arbeit und lächelte unaufhörlich. Das Murmeln, die Schreie, die Gespräche liefen durcheinander. Die einzige Insel des Schweigens waren neben mir der kleine junge Mann und die Alte, die einander anstarrten. Dann wurden die Araber nacheinander hinausgeführt. Fast alle schwiegen, als der erste den Saal verließ.

Die dicke Frau brüllte zu meinem Nachbarn herüber, zweifellos ihrem Mann, einem großen, blonden Kerl mit offenem Gesicht. Es war die Fortsetzung eines bereits begonnenen Gesprächs. «Jeanne wollte es nicht nehmen», schrie sie aus vollem Hals. «Ja, ja», sagte der Mann. » Aber meine Stimme wurde von meinem Nachbarn übertönt; der fragte, ob es gutgehe. Seine Frau antwortete lachend, es sei noch nie so gutgegangen. Mein Nachbar zur Linken, ein kleiner junger Mann mit zarten Händen, sagte nichts. Ich sah, daß er der kleinen Alten gegenüberstand und daß beide sich anstarrten.

Sie gingen auf die Straße. Ich erzählte Maria die Geschichte von dem Alten, und sie lachte. Sie trug einen Pyjama von mir und hatte die Ärmel aufgekrempelt. Als sie so lachte, wurde ich wieder scharf auf sie. Kurz darauf fragte sie, ob ich sie liebe. Ich antwortete, das spiele keine Rolle, höchstwahrscheinlich aber nicht. Sie wurde traurig. Aber als sie das Frühstück bereitete, lachte sie über eine Kleinigkeit schon wieder so lustig, daß ich sie küßte. In dem Augenblick ging in Raymonds Zimmer der Krach los.

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